WIE Klassische Homöopathie wirkt, also die physiologischen Wirkmechanismen, kann bis heute niemand schlüssig erklären. DASS sie wirkt, belegen unzählige Behandlungsprotokolle homöopathisch arbeitender Ärzte der letzten 200 Jahre.

Das Vorgehen der Schulmedizin, an das wir alle gewöhnt sind, besteht vor allem darin, über Medikamente in nicht hinreichend funktionierende Regelkreisläufe einzugreifen, indem Rezeptoren blockiert, Hormone und Enzyme ergänzt und ersetzt und ‚externe Störfaktoren‘ wie Bakterien, Viren, Pilze mit aggressiven Mitteln nach Möglichkeit vernichtet werden. Das ist nicht immer erfolgreich und hat oft unerwünschte Nebenwirkungen. Wenn mehr als ein Regelkreislauf gestört ist, wird es schwierig, denn es gibt mitunter schwer abzuschätzende Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten. 

Die Frage ist aber vor allem, ob Gesundheit erreicht werden kann, indem Regelkreisläufe (z.T. dauerhaft) blockiert oder ersetzt werden und scheinbar Krankmachendes vernichtet wird, anstatt dem Körper zu mehr eigener Kraft zu verhelfen.

Klassische Homöopathie setzt anders an. Sie betrachtet die Beschwerden als Ausdruck einer tiefer liegenden Störung des Patienten. Nicht die Viren sind das eigentliche Problem, auch nicht der Husten, sondern z.B. die zugrundeliegende Schwäche der Abwehrzellen. Nicht der Bluthochdruck ist das eigentliche Problem, sondern z.B. die Übererregbarkeit des sympathischen Nervensystems. Nicht das Magengeschwür ist das eigentliche Problem, sondern der Stress, der durch die Schwierigkeit des Patienten, mit einer beruflichen oder familiären Belastung zurechtzukommen, ausgelöst wird.

Gut gewählte homöopathische Mittel haben die Kraft, dem Körper hier Schritt für Schritt zu mehr EIGENER Kraft zu verhelfen, damit er sich selbst helfen kann. Gestörte Regelkreisläufe ruckeln sich wieder zurecht, Blockaden lösen sich, Missverhältnisse werden ausbalanciert. Dazu braucht es vor allem Zeit, und zwar umso mehr, je ausgeprägter und komplizierter die Gesundheit des Patienten gestört ist. Aber es funktioniert.

Übrigens auch oft mit und neben der schulmedizinischen Behandlung. Klassische Homöopathie kann eine Alternative zur Schulmedizin sein, aber auch eine Ergänzung. Gerade wenn die Selbstheilungsfähigkeit des Patienten schon stark beschädigt ist, und auch dann, wenn die Krankheitsprozesse schneller voranschreiten, als die Homöopathie wirken kann, wäre es unzulässig, nur auf Homöopathie zu setzen. Aber auch hier kann sie hilfreich wirken, z.B. eine Chemotherapie bei Krebs verträglicher machen.